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Altbausanierung - im Wechselbad der Hormone

Veröffentlicht am 16.10.2017

Herrin der Lage - für Frauen, die sich ent-falten!Herrin der Lage - für Frauen, die sich ent-falten!

 

 

Als junger Mensch war ich natürlich, wie viele anderen auch, der Meinung, dass jeder über 30 alt ist und die noch Älteren ja eigentlich schon in den Komposter gehörten.
Natürlich dachte ich zu dem Zeitpunkt nicht daran, dass mich das selbe Schicksal wie alle Erdenbürger ereilt und ich auch mal zu diesen „Alten“ gehören würde und das ging sogar verdammt schnell.
Die 50 hatte im letzten Jahr massiv Einlass gefordert und als nerviger Vorbote ein knappes Jahr davor die Wechseljahrsbeschwerden in Form von starken Hitzewallungen, die mich in Sekundenschnelle schweißgebadet da stehen ließen, teils sogar zwei mal innerhalb einer Stunde.
Nachts ging es dann los: Decke weg, Decke wieder drauf, Klamotten aus, neue an.

Machte sich in meinem Beruf, bei dem ich sehr nahe an den Kunden bin, nicht so wirklich gut und es war mir auch sehr unangenehm, denn ich sah mit tropfnasser Stirn und angeklatschten Haaren einfach nur scheisse aus…suboptimal als Fachfrau aus dem Bereich Styling & Selbstvermarktung.

Ganz ehrlich? Ich war trotz meiner Abneigung gegen Hormone nach einiger Zeit so genervt, übermüdet und garstig, dass ich mich für einen Hauch Hormongel entschieden hab und in Kombi mit meiner überwiegend pflanzlichen Ernährung und das Vermeiden von Weizen wirkte es zügig und die Hitzwallungen ließen nach.
Aus einem von Hormonen gesteuerten, Mr.Hyde ähnlichen Nervenbündel wurde dann recht schnell wieder ein „normales“ Wesen, zumindest gemäßigt, was die Zickenallüren angeht.

Mein Umfeld würde jetzt vermutlich aufschreien und dementieren und erklären, dass ich allein schon mit dem Anheben meiner Augenbrauen mehr Missachtung ausdrücken kann, als es so manche Worte könnten.
Aber wer glaubt schon diesen bösen Zungen? ????
Abgesehen von den hormonellen Wechselbädern und den anderen körperlichen Anzeichen wie die Gewichtszunahme, wenn ich das Essen nur ansehe bzw daran vorbei laufe, die Steifheit am Morgen und Rückenschmerzen sowie die Notwendigkeit einer Brille, kann ich nicht gerade behaupten, dass ich mich anders fühle als mit 30.

Der selbe Blödsinn im Kopf, die selben Ängste und Unsicherheiten, die mich seit Jahrzehnten begleiten. Jetzt nur in Kombination mit Hängebäckchen und Nougathintern, der sich vehement weigert, in diese schicken Kostümchen zu passen, die ich an anderen Business Ladies so toll finde.
Zu meinem größten Bedauern leide ich nämlich nach wie vor unter der ungünstigen Kombination von Gefräßigkeit, Prokrastination und anhaltender Disziplinlosigkeit, das verschwindet wohl nicht automatisch, wenn man etwas länger jung ist und ich werde optisch dafür abgestraft.


Was sich allerdings gewandelt hat ist der Umgang mit diesen Veränderungen.
Eine gewisse Toleranz und Lässigkeit gegenüber meiner Unperfektheit hat sich eingestellt und erleichtert mir doch tatsächlich mein alltägliches Leben, sowie das meiner unmittelbaren Umgebung. Ich bin jetzt beim Warten nicht mehr ganz so oft in Eile.

Versteht mich nicht falsch, ich jammere hier auf hohem Niveau und ich mag mich wirklich, ziemlich sogar.
Nur hat irgend Jemand bei der Aussage, dass die heutige 50 die neue 35 ist, vergessen zu erwähnen, dass der körperliche Verfall rasant voran schreitet und die erhaltenden Sanierungsmaßnahmen sehr Zeit- und Kostenintensiv sind.

Und da mein Körper ein Schwabe ist, neigt dieser natürlich dazu, alles anzusparen und nix mehr freiwillig raus zu rücken, was mir dann meine ausladenden Formen beschert.

Lange, wirklich sehr lange, habe ich damit gehadert, Diäten begonnen und frustriert abgebrochen und wirklich Jahre mit Hungern, mieser Laune und ständigem Frust verbracht.
Dank meines immer mehr in Richtung biblischen Alter zugewandten Daseins kann ich mittlerweile eine recht entspannte Einstellung dazu einnehmen : Scheiss drauf! That’s me!

Ich habe es satt, mich zu quälen, nur um einem gesellschaftlichen Bild zu entsprechen, welches noch nie zu mir gepasst hat und auf das ich auch keine Lust mehr habe.
Solange ich ohne Herz-Lungenmaschine mit meinem Hund wandern und meine Touren laufen kann, lass ich die Pfunde, wo sie sind und habe mehr Lebensqualität.

Und genau darum geht es doch auch: dass wir uns trotz Wechseljahre und deren Begleiterscheinungen mögen, wie wir sind und unser Leben geniessen.
Denn mal ehrlich: ändern können wir es ja doch nur bedingt und aufhalten lässt sich das Ganze ja auch nicht.
Dann nehme ich mir persönlich doch das Beste raus aus der Sache und nutze die Chancen, die sich bieten.

Liebe Grüsse und Namaste, eure Alex

 

Noch mehr Beiträge von tollen Frauen gibt es unter https://lemondays.de/allgemein/forum-wechseljahre/

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Macht persönliches Wachstum inkompatibel?

Veröffentlicht am 16.10.2017
Macht persönliches Wachstum inkompatibel?
 
Diesen Satz von Ray Popoola musste ich erst mal auf mich wirken lassen und überlegen, wie das denn bei mir so war bzw. ist.
Und ja, tatsächlich....es verändert.
Weiterentwicklung macht unbequem, und zwar dich für dein Umfeld.
Du siehst Dinge aus einer anderen Perspektive, erfasst die Zusammenhänge oder bist ganz einfach bei irgendwelchen verstaubten Konstrukten aussen vor.
Der Mensch ist so gepolt, dass er ein sicheres Gefüge benötigt und eine soziale Verlässlichkeit, die Stabilität der Herde.
Das lässt sich dann besser einordnen und bewerten, man kann damit umgehen, selbst wenn es suboptimal ist.
Wenn dann plötzlich Einer aus der Herde ausbricht oder sich verändert, seinen eigenen Weg geht, der den Anderen unverständlich ist, dann wird´s komisch und der gewohnte Rahmen verzieht sich.
Das mag die Herde nicht, das bringt Unsicherheit und führt vielen auch das eigene Unvermögen der Veränderung und Weiterentwicklung vor Augen.
Was der Mensch nicht kennt macht ihm Angst, stört seine vermeintliche Sicherheit und das wird dann auch, meist ohne böse Absicht, unterbunden.
Es gibt diese Geschichte von den Krabben als Metapher dafür, dass Du nicht haben darfst, was ich nicht haben kann.
Denen wird nachgesagt, dass sie einfach aus einem Krabbenkorb entkommen könnten.
Wenn eine Krabbe allerdings versuchte, aus dem Korb zu steigen, würde sie von anderen Krabben wieder zurückgezogen und bleibt so in der gewohnten Umgebung, auch wenn es dann letztendlich Stillstand oder sogar Elend bedeutet.
Wer sich also weiter entwickelt, sich einen Coach sucht, seinen persönlichen Rahmen erweitert und verändert, wirkt im Unterbewussten bedrohlich auf sein Umfeld und hält denen auch sehr oft einen Spiegel vor, in den sie nicht hinein schauen wollen.
Wenn du also gerade, so wie ich auch, einen Schritt nach vorne machst, deinen Weg gehst und dein Bewusstsein erweiterst, werden einige aus deinem Umfeld gehen, Einige möchten dich abhalten und neue Menschen werden dazu kommen.
Das ist ganz normal und auch wichtig, um nicht stehen zu bleiben.
Also sei nicht traurig, wenn es Freunde, Bekannte oder sogar Familienmitglieder gibt, die mit Unverständnis reagieren und sich abwenden, denn Leben bedeutet stetiger Wandel und Veränderung.
Panta Rhei - Alles fliesst , das wusste schon der olle Heraklit.
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Hast du das Jammern gelernt oder warst du auf der Akademimimimi?

Veröffentlicht am 16.10.2017
Es gibt Menschen, die haben für ihr Leben einen genauen Plan und ziehen den durch.
Es gibt auch Menschen, die nicht immer so ein glückliches Händchen mit ihren Entscheidungen haben und daraus lernen.
Und dann gibt es mich: ich gehöre zu den Menschen, die in schöner Regelmässigkeit durch irgendeinen selbstgezimmerten Blödsinn auf die Nase fallen und sich die schönsten Blessuren einfangen.
Doch statt auf gute Ratschläge meines Umfeldes zu hören oder deren für mich unmaßgeblichen Meinungen, steht ich in eben dieser Regelmäßigkeit immer wieder auf und starte neu durch.
Natürlich wird es nicht leichter, denn je älter ich werde, umso mehr Ballast hat sich angesammelt und umso schwieriger wird es auch, was für mich allerdings nie ein Grund wäre, nicht wieder etwas Neues anzufangen und mein Leben so zu leben, wie ich es für richtig halte.
Damit mache ich mir nicht wirklich Freunde und ecke sehr häufig an, zumal ich meine Meinung auch immer sehr unverblümt kund tue.
Wenn zum Beispiel eine Bekannte immer und immer wieder das selbe Jammerlied ablässt, ohne Bereitschaft zu zeigen, etwas zu ändern, dann nervt es mich ganz einfach nur noch und ich sage das auch sehr direkt.
Meiner Meinung nach kann man nämlich immer, wenn man wirklich will.
Es muss ja nicht sofort in Perfektion ausarten, sondern eben nach den Möglichkeiten, die einem zur Verfügung stehen und ich selbst bin dafür das beste Beispiel.
Von daher mangelt es mir meist an Verständnis und Geduld, wenn ich auf die „Ja-aber“ Fraktion treffe und die Kontakte haben im meinem Umfeld keine allzu lange Verweildauer.
Wer etwas ändern will, sucht nach Möglichkeiten, das auch zu tun. Alle andren suchen nach Ausreden.
 
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